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Schlagwort-Archive: Adventslied

Termin: Adventssingen am 3. Advent in Zwölf-Apostel.

Unseren „Rogate-Gottesdienstplan 1. bis 28. Dezember 2011“ finden Sie hier.

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Verfasst von - 23. November 2011 in Aktuelles, Termine

 

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Termin: Am Donnerstag Rogate-Adventsandacht mit Organist Wolfgang Seifen.

Am Donnerstag, 16. Dezember 2010, spielt Professor Wolfgang Seifen im Gottesdienst des Rogate-Klosters St. Michael in der evangelischen Zwölf-Apostel-Kirche in Berlin-Schöneberg die Orgel. Die Andacht „Adventslied, Wintersegen und Heilige Messe“ beginnt um 19.30 Uhr. Bereits ab 19.00 Uhr spielt eine Blechbläsergruppe der Königin-Luise-Gedächtniskirche Adventslieder vom Kirchturm.

Nach seinem Kirchenmusikstudium am Gregoriushaus in Aachen von 1973 bis 1976 war Professor Seifen zunächst bis 1983 Kirchenmusiker an St. Sebastian in Nettetal-Lobberich. Von 1983 bis 2000 war er Organist an der Päpstlichen Marienbasilika zu Kevelaer.

Parallel leitete er 1989 bis 1992 die Orgelklasse für Improvisation und Liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Von 1992 bis 2000 hatte er die gleicher Funktion an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, wo er 1995 zum Honorarprofessor ernannt wurde. Seit Oktober 2000 ist er Professor für Improvisation und Liturgisches Orgelspiel an der Universität der Künste in Berlin. 2002 wurde er von Kardinal Sterzinsky in die Kirchenmusik-Kommission des Erzbistums Berlin berufen. Seit 2003 ist er zweiter Vorsitzender der „Konferenz der Leiter katholischer Ausbildungsstätten für Kirchenmusik in Deutschland“. 2004 wurde er zum Titularorganisten an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin berufen und ist dort künstlerischer Leiter des Internationalen Orgelimprovisationsfestivals Berlin und (gemeinsam mit Helmut Hoeft) der Orgelkonzertreihe Meisterkonzerte Berlin. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen über Orgelbau und Orgelimprovisation herausgegeben und zahlreiche Kompositionen für Chor, Orgel sowie Kammermusik geschrieben. Ferner zeichnet er sich aus durch etliche Rundfunk- und Fernsehproduktionen und CD-Einspielungen mit Orgelimprovisation.

In der Messe wird zudem von Pfadfindern das Friedenslicht aus Betlehem nach Schöneberg gebracht und dort an Berlinerinnen und Berliner weitergegeben. Für den Transport des Lichtes nach Hause sollten Besucher geeignete Laternen und Kerzen mitbringen. Die Liturgie mit den Liedern finden Sie hier.

Die Zwölf-Apostel-Kirche (An der Apostelkirche 1) ist erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln und über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.

 
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Verfasst von - 13. Dezember 2010 in Andachten, Termine

 

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Termin: Das Friedenslicht kommt am 16. Dezember nach Schöneberg.

Am 16. Dezember 2010 bringen Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem nach Schöneberg. Nach der Messe kann jeder mit mitgebrachten Laternen das Licht mit nach Hause nehmen. So möge der Friedenswunsch sich verbreiten und an die Hoffnung aller Menschen erinnern.

Termin: Donnerstag, 16. Dezember, 19.30 Uhr, in der Zwölf-Apostel-Kirche: „Adventslied, Wintersegen und Heilige Messe“ vom Ökumenischen Rogatekloster St. Michael. Liturgie: Pfarrer Werner Luttermann und Frater Franziskus. Orgel: Professor Wolfgang Seifen. Ab 19.00 Uhr Turmblasen vom Kirchturm. Hier ein Lageplan. Die Liturgie mit den Liedern finden Sie hier.

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln und über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.

 
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Verfasst von - 4. Dezember 2010 in Andachten, Termine

 

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Rogate-Andacht: Christmetten-Predigt 2009 des Diakoniepräsidenten

Predigt des Präsidenten des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Pfarrer Klaus-Dieter K. Kottnik, gehalten in der Rogate-Christmette am Heiligen Abend 2009 in der Zwölf-Apostel-Kirche zu Berlin-Schöneberg

Liebe Gemeinde,
„Da wollen wir all danken dir, unserm Erlöser, für und für; da wollen wir all loben dich/zu aller Zeit und ewiglich“

Ein Blick in unser Gesangbuch zeigt , dass die 7. Strophe des Liedes „O Heiland reiss die Himmel auf“ von einem anderen Verfasser stammt. Ein richtiggehend jubilierendes Ende wurde dem Lied später hinzugefügt. Ein neuer Schlussakkord wurde an die sechs Strophen drangesetzt. Auch die Weihnachtsgeschichte nach Lukas hat ihren Höhepunkt mit dem Engelschor: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“ (V. 14).

Danken, loben, jubeln! Bei den Hirten erklingt dieser Engelschor auf dem Felde, weit draussen, in der Kälte der Nacht. Und David Georg Corner fügt die 7. Strophe an das Lied von Friedrich Spee neun Jahre später an. Während Friedrich Spee sich danach sehnt, dass der Himmel aufgerissen wird, dass strahlendes Licht in die Finsternis eindringt, dass Unheil, Trostlosigkeit und Not ein Ende haben, während er das bedrückende Leben, die belastende Situation beschreibt, die die Menschen niederdrückt, stimmt David Georg Corner eine Jubelstrophe an. Was treibt ihn dazu? Lebt er in einer anderen Welt? Kann er nicht ertragen, dass das Leben voller Belastungen ist? Will er hinwegtäuschen? Denn tatsächlich hat sich die Lage der Welt gegenüber der von Friedrich Spee erlebten kaum verändert. Immer noch war Krieg, der längste, den die Welt damals je gekannt hat, der dreissigjährige Krieg. Immer noch zogen Heere quer durch Europa, sie löschten die Menschen auf Höfen, in Dörfern und Städten aus, immer noch wurden Menschen verfolgt, verloren ihre Habe, lebten in Armut. Die Erde wurde verbrannt. Sie als Jammertal zu beschreiben, das hat sich der Verfasser der 7. Strophe  zueigen gemacht. Auch bald ein Jahrzehnt später, nichts anderes unter der Sonne. Und trotzdem kann er loben und jubeln. Er kann danken.

Aber macht er das wirklich? Ein kleines Wörtchen steht am Anfang dieser Strophe: „Da“. Was heisst „da“? Heisst das „dort“? Dort, wenn wir aus dem Jammertal draussen sind, dort, wenn wir in einer guten Zukunft angekommen sind? Dort, wenn wir keinen Grund zum Klagen mehr haben, dann wollen wir jubeln und loben! Ist das wirklich so, dass dann, wenn es einem richtig gut geht, auch der Grund zum Danken und Loben gesehen wird, dass dann Danken und Loben praktiziert wird? Wird das Gute nicht leicht zum Selbstverständlichen, die Gesundheit, das Geld, der Luxus, die Sorglosigkeit gegenüber dem alltäglichen Bedarf? Gewöhnt man sich nicht ganz schnell an Frieden, Freiheit, Überfluss? Erklingen sie dort, die dankbaren Jubelgesänge, die lautstarken Lobeschöre, die aus tiefstem, dankbarem Herzen kommen? Wohl kaum. Not lehrt Beten, nicht der Überfluss.

Das ganze Lied „O Heiland reiss den Himmel auf“ ist ein einziges Gebet. Aber es ist ein Klagegebet, ein Gebet der Hoffnung und Sehnsucht. Nur diese 7. Strophe ist anders. Plötzlich: Danken und Loben. Ich denke, dieses kleine Wort „da“ heisst nicht “dort“ oder „dann“, sondern es heisst „hier“ und es heisst „jetzt“. Jetzt wollen wir dich loben und hier wollen wir dir danken. Obwohl sich äusserlich gar nichts geändert hat, ja manches ist sogar noch schlimmer und härter geworden, dennoch bleiben wir nicht beim Klagen und Jammern stehen, sondern lassen uns vom Loben und Danken bewegen.

Die gleiche Bewegung finden wir in der Weihnachtsgeschichte. Die Hirten auf dem Felde, sie bleiben nicht in ihrer Dunkelheit, sie bleiben nicht in ihrer Angst, sie halten sich nicht fest an ihrer Klage, sondern sie setzen sich in Bewegung..

Was ist mit ihnen geschehen? Ja, was ist mit David Gregor Corner geschehen, dass er die 7. Strophe hinzudichten musste? Warum sieht er noch etwas anderes als das, was den Dichter der vorherigen Strophen belastet hat, als das, was seine Mitmenschen bedrückt? Und was ist es, was gerade diese Hirten auf dem Felde auf den Weg bringt? Sie haben alle eines gemeinsam: sie haben in den Himmel geschaut. Und sie haben in den Himmel hineingehört. Sie sind von etwas ergriffen, was Menschen sich nicht selber machen können. Sie haben erkannt: es gibt nicht nur Fragen. Sondern es gibt Antworten, es gibt eine Antwort: Gott wurde Mensch. Der Himmel ist auf die Erde gekommen, Gottes Wirklichkeit schafft sich Platz im Herzen der Menschen. Das reisst einen vom Stuhl, ganz anders als wenn Herta BSC wieder ein Tor schiesst. Das füllt einen aus, ganz anders, als wenn ein Raum voller Geschenke das Auge überfliessen lässt.

Gott wurde Mensch, in Armseligkeit und Einfachheit, in einer Futterkrippe, im Stall, bei Ochs und Esel. Aber gerade da ist Glanz und gerade da ist Licht. Da ist die Fülle des Lebens erfahrbar .Der Heilige Abend ist eine Gelegenheit, sich diesem Glanz zu öffnen, und eine Christmette noch mehr. Wir haben den Tag hinter uns gelassen. Wir haben vielleicht den gedeckten Tisch und den Baum mit den Geschenken hinter uns gelassen, vielleicht aber auch die Kälte der Strasse und die Einsamkeit des Wartens, vielleicht haben wir alles, was wir mitschleppen, was uns bedrückt, aber vielleicht auch abstumpft, draussen gelassen und sind jetzt hier. In der Stille dieser Nacht will uns das grosse Ereignis erfüllen und das, was uns zum Jubeln bringt, anstossen: „Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden“.

Wir sind noch nicht dort angekommen, wo uns der Glanz umfassend umgibt, wo  die Fülle des Lebens unendlich ist. Aber wir können in den Himmel schauen und die Himmelstöne hören, wie die Hirten auf dem Felde und wie David Gregor Corner – und deshalb über das hinausgehen, was wir bisher gehört und gesehen haben, und über das  hinaussehen, was bisher unseren Horizont begrenzt hat: Gott wurde Mensch und will uns der Fülle des Lebens teilhaftig werden lassen. Und das kann geschehen, auch in einer solchen Nacht wie dieser.

Wo das geschieht, da bleibt man nicht bei sich selbst stehen. Nicht der einzelne singt und lobt allein, und nicht nur einer der Hirten hat sich auf den Weg gemacht. „Da wollen wir all danken dir“ und „da wollen wir all loben dich“, es ist eine gemeinsame Bewegung, die von dem Ereignis der Nacht mit ihrem Blick in den Himmel ausgeht. Aus dem gemeinsamen Loben und Danken kommt die Bewegung des Gehens. „Lasst uns nun gehen“, sprachen die Hirten untereinander. Wer sieht, dass dieser Himmel auf die Erde kommt, dass Gott Mensch wird, der sieht auch, wie sehr die Erde durch dieses Ereignis geadelt wird und welche Wertigkeit jeder Mensch durch dieses Geschehen bekommen hat. Der Blick wird geschärft für alles, was Menschen ihre Würde und ihre Wertigkeit nimmt. Genauso auch für das, was dieser Erde Schaden und Schmerzen zufügt. Die Bewegung, die in Gang gesetzt wird, ist eine Bewegung der Mitmenschlichkeit und der Verantwortung für die Schöpfung. Denn die Erde ist von Gott geadelt und der Mensch von ihm mit Würde versehen. Wir können deshalb nicht schweigen, wenn wir sehen, dass Menschen leiden und ihnen ein Leben in Gerechtigkeit gestohlen wird.  Wir können  nicht still sitzen, wenn Menschen sich gehen lassen, sich aufgeben, ihre Würde selber beschmutzen und ihren Wert wegwerfen.

An diesem Weihnachtsfest, wo viele noch einmal richtig konsumiert haben und sich ins Gewühl gestürzt haben, um zu kaufen, umzusetzen und zu geniessen, wird besonders sichtbar, wie viele Menschen davon abgehängt sind. Am letzten Samstagvormittag, bei minus elf Grad, stand ein junger Mann, frierend an einer Autoampel in der Clayallee. Er verkaufte die „Motz“. Ich werde seinen freundlichen Blick nicht vergessen, als ihm endlich eine Zeitung abgenommen wurde. Wieviele Menschen haben sich durch die eisige Kälte vor einigen Tagen gekämpft? Für wie viele Mütter oder Väter hat es zu Hause nicht zu wenigstens ein paar Geschenken für die Kinder gereicht? Wieviele Menschen müssen, wenn sie etwas zusätzlich bekommen, die vorhandenen Löcher stopfen, und es reicht doch nicht! In dieser Stadt sind es viele. Und in unserem Land sind es noch mehr. Es ist eine schreiende Ungerechtigkeit, dass es manchmal noch nicht einmal für das Nötigste reicht, während an anderer Stelle völlig unnötige Steuergeschenke gemacht werden, dass Kindergeld bei den Hartz IV-Beziehern abgezogen wird, das  anderen Beziehern wegen des Umfangs nur ein müdes Lächeln abringt, weil sie es nicht brauchen, aber doch gerne einstecken. Gemeinsam in Bewegung sein heisst auch: sich gemeinsam nicht damit abfinden, dass es unter uns so ungerecht zugeht, sondern dagegen zu halten und Veränderung zu fordern und dafür einzustehen. Aber das bedeutet genauso, bei den Menschen zu sein, die einen brauchen und nicht erst auf die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen zu warten.

Schliesslich heisst das, seinen Lebensstil so zu verändern, dass die Schätze dieser Erde geschont werden, die Luft reingehalten wird und durch unsere Lebensform nicht noch weiter anderen Menschen auf dieser Welt die Lebensgrundlage entzogen wird. Letztlich kann das auch bedeuten, sich ermutigen zu lassen, die eigene Lage anzugehen, sie verändern zu wollen und sich dafür auch Hilfe zu holen.

Der Blick in den Himmel lässt keinen im Dunkeln. Das Loben und Danken setzt in Bewegung und richtet auf, gegen die Resignation und die Mutlosigkeit. Friede auf Erden, Friede unter den Menschen und Friede mit der Schöpfung ist das Ziel. „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“. Wir können dies alles, weil wir darauf vertrauen können, dass durch das Kommen Gottes auf Erden eben genau dieser Gott bei uns ist. Wir sind erlöst, d.h. all die Fragen und Themen, die uns belasten und bedrücken, haben für uns nicht das letzte Wort. Deshalb sind wir aufgerichtet. Deshalb sind wir ermutigt. Deshalb sind wir hoffnungsvoll. Und wir wissen uns behütet.

Ich versuche, dem Lied noch eine achte Strophe hinzuzufügen. Sie könnte so lauten:

Nun machen wir uns auf zu dir,
und sehn die Menschen mit uns hier
wir gehen mit durch viele Tal
behütet sind wir allzumal.

Amen.

 
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Verfasst von - 31. Dezember 2009 in Andachten

 

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Rogate-Andacht: Ansprache „O Erd, schlag aus“

In der Rogate-Andacht am 26. November 2009 sprach Dr. Cornelia Kulawik, Pfarrerin an der  Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche:

„Heil und Gerechtigkeit wachse mit auf!“, so die großen Worte, in die der Prophet Jesaja all seine Hoffnung zu fassen sucht. „Heil und Gerechtigkeit“.

Vermutlich teilen wir alle die Erfahrung, dass solche großen Worte sich erst füllen können, wenn wir sie in unseren ganz konkreten Alltag übersetzen.

Woran denken Sie, an welche Situationen, an welche Menschen, wo Sie sich ein Heilsein, ein Heilwerden besonders wünschen? Wo drohen gerade Beziehungen zu zerbrechen, wo sind sie zerbrochen? Welche Lebensumstände empfinden Sie für sich gerade als schwierig, zerrissen, als heillos?  Und – wo nehmen wir das Unrecht, das tagtäglich geschieht, nicht nur als Information auf, sondern wo  berührt es uns wirklich?

Die Ansprache in ganzer Länge finden Sie hier. Die Rogate-Initiative dankt Dr. Kulawik herzlich für Ihre Mitwirkung und die Erlaubnis, die Ansprache hier veröffentlichen zu dürfen. Den Liturgiezettel vom 26.11.2009 finden Sie hier.

 
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Verfasst von - 24. Dezember 2009 in Andachten

 

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Rogate-Christmette: „Wer dankbar leben kann, ist offen für die Gerechtigkeit“

Im Berliner Stadtteil Schöneberg liegt die evangelische Zwölf-Apostel-Kirche zwischen Regierungs- und Botschaftsviertel, zwischen Kulturforum und dem Regenbogenkiez. Direkt an der Kirche beginnt der Straßenstrich und zudem ein angesagtes Wohnquartier. Ein Kiez voller Gegensätze und Geschichte: Das Gemeindegebiet reicht vom Bundeskanzleramt in Mitte bis zum Kleistpark und dem Gebäude des ehemaligen NS-Volksgerichtshofs. Drei Friedhöfe werden verwaltet, auf ihnen fanden u.a. die Gebrüder Grimm und Rudolf Virchow ihre letzte Ruhestätte. Die Gemeinde hat sich den Schwerpunkten Gottesdienst und Diakonie, Glaube an Gott und Dienst am Nächsten verschrieben. So werden seit bald 18 Jahren Spritzen für Drogenabhängige getauscht, im Rahmen der Aids-Prävention Kondome verteilt und Andachtsreihen wie die „Berliner Politikerkanzel“ gefeiert.

In dieser Gemeinde predigt am Heiligen Abend 2009 der Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Klaus-Dieter K. Kottnik, in der Christmette. Er hat sich bewusst für diesen Ort in der Mitte Berlins entschieden, um das Thema der Verteilungsgerechtigkeit anzusprechen. Kottnik: „Wer dankbar leben kann, ist offen für die Gerechtigkeit, die anderen dankbares Leben ermöglichen soll. Die Dankbarkeit kommt aus der Erfahrung des geschenkten Glaubens.“

Nach dem Abitur studierte Kottnik von 1972 bis 1979 evangelische Theologie am Theologisches Seminar des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden Hamburg-Horn, an der Universität Hamburg und an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Er wurde im Jahre 1979 ordiniert. Von 1991 bis Januar 2007 war Kottnik theologischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten, Kernen in Remstal. Zusätzlich war er von Juli 2005 bis Februar 2006 Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Diakoniewerks Schwäbisch Hall. Von Beginn an seiner Tätigkeit in Stetten setzte sich Kottnik für Interessen von geistig und körperlich Behinderten Menschen in verschiedenen Gremien ein. So war er von 2002 bis 2007 1. Vorsitzender des Bundesverbandes evang. Behindertenhilfe (BeB). Klaus-Dieter K. Kottnik wurde am 19. Oktober 2006 als Nachfolger von Jürgen Gohde zum Präsidenten des Diakonischen Werkes der EKD gewählt und trat dieses Amt am 1. Februar 2007 an.

Musikalisch ist der Gottesdienst, der am Weihnachtsfest liturgisch den Höhepunkt bildet, reich ausgestaltet: Das Kiezorchester Schöneberg und der Zwölf-Apostel-Chor tragen unter Leitung von Kantor Christoph Claus u.a. Werke aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach vor. Zudem wird noch einmal das von Pfadfindern gebrachte und seit dem 17. Dezember gepflegte Friedenslicht von Bethlehem an die Gemeinde ausgegeben.

Den Ablauf der Christmette, Beginn ist um 23 Uhr, finden Sie hier.
Ein Foto des Diakonie-Präsidenten finden Sie hier.

Evangelische Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg
Lageplan: hier.

 
 

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Rogate-Andacht: Das Friedenslicht am Heiligen Abend

In den Gottesdiensten am Heiligen Abend 2009 der Zwölf-Apostel-Kirche zu Berlin-Schöneberg wird noch einmal das Friedenslicht von Bethlehem weiter gegeben. Die Kerzen auf dem Altar werden an der gebrachten Flamme entzündet. Der Verband christlicher Pfadfinder Berlin-Brandenburg brachte am 17. Dezember das Licht nach Schöneberg.

Seit 1986 wird Anfang Dezember in Bethlehem, der Geburtsstadt Jesu, ein Friedenslicht entzündet. Zentral in Wien erfolgt danach die Weitergabe an an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa, die das Licht in ihre Länder tragen. Das Licht ist ein Symbol für den Wunsch nach Frieden, für die Sehnsucht nach einer gerechten und solidarischen Welt.

Am Sonntag, 20. Dezember, wurde das Friedenslicht beim „Offenen Weihnachtsliedersingen“ in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche gebracht und brennt bis Silvester am Bild der „Madonna von Stalingrad“. Wer das Licht aus den Kirchen nach Hause tragen möchte, möge dafür eine Kerze mitbringen. Sie erhalten Friedenskerzen auch im Alten Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche.

 
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Verfasst von - 21. Dezember 2009 in Andachten, Sonstiges, Termine

 

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