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Rogate-Christmette: „Wer dankbar leben kann, ist offen für die Gerechtigkeit“

23 Dez

Im Berliner Stadtteil Schöneberg liegt die evangelische Zwölf-Apostel-Kirche zwischen Regierungs- und Botschaftsviertel, zwischen Kulturforum und dem Regenbogenkiez. Direkt an der Kirche beginnt der Straßenstrich und zudem ein angesagtes Wohnquartier. Ein Kiez voller Gegensätze und Geschichte: Das Gemeindegebiet reicht vom Bundeskanzleramt in Mitte bis zum Kleistpark und dem Gebäude des ehemaligen NS-Volksgerichtshofs. Drei Friedhöfe werden verwaltet, auf ihnen fanden u.a. die Gebrüder Grimm und Rudolf Virchow ihre letzte Ruhestätte. Die Gemeinde hat sich den Schwerpunkten Gottesdienst und Diakonie, Glaube an Gott und Dienst am Nächsten verschrieben. So werden seit bald 18 Jahren Spritzen für Drogenabhängige getauscht, im Rahmen der Aids-Prävention Kondome verteilt und Andachtsreihen wie die „Berliner Politikerkanzel“ gefeiert.

In dieser Gemeinde predigt am Heiligen Abend 2009 der Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Klaus-Dieter K. Kottnik, in der Christmette. Er hat sich bewusst für diesen Ort in der Mitte Berlins entschieden, um das Thema der Verteilungsgerechtigkeit anzusprechen. Kottnik: „Wer dankbar leben kann, ist offen für die Gerechtigkeit, die anderen dankbares Leben ermöglichen soll. Die Dankbarkeit kommt aus der Erfahrung des geschenkten Glaubens.“

Nach dem Abitur studierte Kottnik von 1972 bis 1979 evangelische Theologie am Theologisches Seminar des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden Hamburg-Horn, an der Universität Hamburg und an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Er wurde im Jahre 1979 ordiniert. Von 1991 bis Januar 2007 war Kottnik theologischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten, Kernen in Remstal. Zusätzlich war er von Juli 2005 bis Februar 2006 Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Diakoniewerks Schwäbisch Hall. Von Beginn an seiner Tätigkeit in Stetten setzte sich Kottnik für Interessen von geistig und körperlich Behinderten Menschen in verschiedenen Gremien ein. So war er von 2002 bis 2007 1. Vorsitzender des Bundesverbandes evang. Behindertenhilfe (BeB). Klaus-Dieter K. Kottnik wurde am 19. Oktober 2006 als Nachfolger von Jürgen Gohde zum Präsidenten des Diakonischen Werkes der EKD gewählt und trat dieses Amt am 1. Februar 2007 an.

Musikalisch ist der Gottesdienst, der am Weihnachtsfest liturgisch den Höhepunkt bildet, reich ausgestaltet: Das Kiezorchester Schöneberg und der Zwölf-Apostel-Chor tragen unter Leitung von Kantor Christoph Claus u.a. Werke aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach vor. Zudem wird noch einmal das von Pfadfindern gebrachte und seit dem 17. Dezember gepflegte Friedenslicht von Bethlehem an die Gemeinde ausgegeben.

Den Ablauf der Christmette, Beginn ist um 23 Uhr, finden Sie hier.
Ein Foto des Diakonie-Präsidenten finden Sie hier.

Evangelische Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg
Lageplan: hier.

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