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Schlagwort-Archive: Schöneberg

Blick unter den Tellerrand: Die Zwölf-Apostel-Bienenkolonie.

Jährlich werden es mehr: Die Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva) besiedelt im Frühjahr den Gehweg und die nahe Umgebung an unserer gastgebenden Zwölf-Apostel-Kirche in Schöneberg. In diesen Tagen sind sie besonders aktiv und nutzen den sandigen Untergrund unter dem Kirchenplaster.

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Nach der Paarung im Frühjahr stirbt das Männchen und das Weibchen beginnt mit dem Nestbau. Manchmal – wie bei uns – bauen mehrere hundert Weibchen auf wenigen Quadratmetern ihr Nest. Im Gegensatz zur Honigbiene bildet die rotpelzige Sandbiene keine Staaten, sondern jedes Weibchen hat ihr eigenes Nest. Das Nest besteht aus einer 20 bis 30 Zentimeter tiefen, senkrechten Röhre, von der mehrere Brutzellen abzweigen. Diese werden mit Nektar und Pollen gefüllt. Auf das Pollen-Nektargemisch, dem sogenannten Futterbrei, wird pro Zelle ein Ei gelegt, aus dem in wenigen Tagen eine Larve schlüpft. Die Larven wachsen schnell heran und verpuppen sich in wenigen Wochen. Der Körper unserer Gäste ist, ähnlich wie bei Hummeln, pelzig behaart. Die Haare sind am Rücken fuchsrot, auf der Körperunterseite und an den Beinen sind sie schwarz.

Besuchen Sie doch einmal unsere Bienen-Kolonie und uns. So z.B. vor den Gottesdiensten. Herzlich willkommen!

 

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Rückblick: Rogate präsentierte sich mit eigenem Stand auf dem Schöneberger Stadtfest.

Mit einem Gemeinschaftsstand präsentierten sich die Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde, die Rogate-Initiative und das Rogate-Kloster St. Michael auf dem 19. schwul-lesbischen Stadtfest 2011 am 18. und 19. Juni in der Fuggerstraße. Möglich gemacht wurde dieses Dank unserer Förderer Screen Print Factory (Bild mit der Übergabe der Standausstattung)und Nolte Kommunikation (Entwurf unseres Logos und unserer Flyer für das Fest).

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Am Abend zuvor, Freitag, 17. Juni, richtete das Kloster eine Vesper zur Eröffnung in der gastgebenden Zwölf-Apostel-Kirche aus. Mehr darüber hier.

Veranstaltet wurde das Lesbisch-schwule Stadtfest vom Berliner Regenbogenfonds e.V. Es findet seit 1993 jährlich im Sommer statt und erstreckt sich über die Motzstraße, Eisenacher Straße, Fuggerstraße und die Kalckreuthstraße. Mit 420.000 Besuchern (Stand: 2007) ist es heute das größte homosexuelle Straßenfest in Europa.

 
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Verfasst von - 22. Juni 2011 in Rückblick

 

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Gottesdienst: Rogate-Vesper zum 19. schwul-lesbischen Stadtfest.

Der Christopher-Street-Day-Berlin 2011 startet bereits am Vorabend, Freitag, 24. Juni, mit einer festlichen evangelischen Messe in der St. Marienkirche unter dem Fernsehturm. Der Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte lädt dazu in Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) ein. Beginn ist um 18.00 Uhr. Einer der Mitwirkenden ist der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Der Superintendent von Mitte, Dr. Bertold Höcker, predigt über „Von der Identitätsfindung zum Engagement für alle“.

Die Glocken der Schöneberger Zwölf-Apostel-Kirche läuten eine Woche davor eine Eröffnungsvesper zum 19. schwul-lesbischen Stadtfest des Regenbogenfonds (18. – 19. Juni) ein. Das Ökumenische Rogate-Kloster St. Michael zu Berlin lädt am Freitag, 17. Juni, 19.30 Uhr, in die Kirche in der Nähe des Nollendorfplatzes. Beginn: 19.30 Uhr. Die Schöneberger Superintendentin Birgit Klostermeier predigt. Musikalisch wirkt der schwule Chor Männer-Minne mit. Pfarrer Daniel G. Conklin und Frater Franziskus gestalten die Feier liturgisch. Lesungen in englischer und niederländischer Sprache. Zugesagt haben zudem Wolfgang Thierse, SPD, als Schirmherr der Kirche PositHIV und Jan-Marco Luczak, CDU-Bundestagsabgeordneter für Schöneberg.

Zu beiden Gottesdiensten laden die evangelische Kirche, der LSVD Berlin-Brandenburg und das Rogate-Kloster St. Michael herzlich ein.

Adressen der Kirchen:
St. Marien-Kirche, Karl-Liebknecht-Str. 8, 10178 Berlin-Mitte, U-Bhf.
Alexanderplatz
Rogatekloster in der Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1,
10783 Berlin-Schöneberg, U-Bhf. Nollendorfplatz, Lageplan,

Die Einladung zur Rogate-Vesper als druckfähiges PDF finden Sie hier. Der Zwölf-Apostel-Gemeindebrief vom Juni 2011 mit Infos dazu hier.

 
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Verfasst von - 10. Mai 2011 in Gottesdienst, Termine

 

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Gottesdienst: Sonnabend, Mittagsgebet in der Zwölf-Apostel-Kirche.

Wir laden ein zum Mittagsgebet am Sonnabend, 14. Mai, 12.oo Uhr, in der Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg.

Herzlich willkommen!

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln und über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.

 
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Verfasst von - 8. Mai 2011 in Andachten

 

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Gottesdienst: Einladung zu den nächsten Rogate-Gottesdiensten.

Sonnabend, 16.4., 18.00 Uhr, Vesper in der Zwölf-Apostel-Kirche.

Sonntag, 17.4., 10.00 Uhr, Abendmahlsgottesdienst zusammen mit der Zwölf-Apostel-Gemeinde.

Sonnabend, 28.5., 18.00 Uhr, Vesper in der Zwölf-Apostel-Kirche.

Sonntag Rogate, 5. Sonntag nach Ostern, 29. Mai 2011, 10.00 Uhr, wird von der Rogate-Initiative als feierliche Evangelische Messe gestaltet. Mit Daniel G. Conklin.

 
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Verfasst von - 15. April 2011 in Gottesdienst

 

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Blick über den Tellerrand: Einweihung der Erweiterung des „Gartens der Sternenkinder“

Am Sonntag, 17. April 2011, 14 Uhr, wird auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde in Berlin-Schöneberg, Großgörschenstr. 12-14, der zweite „Garten der Sternenkinder“ mit einem musikalischen Festakt eingeweiht.

Die Veranstaltung beginnt in der Friedhofskapelle mit einer Ansprache von Pfarrer Dr. Andreas Fuhr von der gastgebenden Ev. Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde. Es folgen musikalisch-literarische Beiträge der Popsängerin Luci van Org (Schirmherrin des Bundesverbandes Verwaister Eltern e.V.), der St.-Matthäus-Elterngruppe und des EFEU e.V. Im Anschluss findet am neuen Begräbnisgarten eine symbolische Pflanzaktion statt. Zum Ausklang lässt Robert Hofstetter (Kopenhagen) in der Kapelle die Orgel erklingen.

Der „Garten der Sternenkinder“ ist ein Gedenk- und Beisetzungsort für still- und frühverstorbene Babies. Die erste künstlerisch gestaltete Anlage wurde im April 2008 mit rund 80 Begräbnisstellen auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof eröffnet. Im Dezember 2010 waren bereits alle Begräbnisplätze vergeben. In unmittelbarer Nachbarschaft der ersten Anlage hat nun die Friedhofsverwaltung der Ev. Zwölf-Apostel -Kirchengemeinde in Kooperation mit EFEU e.V. einen zweiten Garten angelegt. Er bietet 125 weitere Grabfelder für Sternenkinder an. Die wellenförmig gestaltete Anlage kennzeichnet eine privat gespendete Segelboot-Skulptur.

Quelle: Presseinformation der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde 

 

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Blick über den Tellerrand: „Lieber Katholizismus als Eso-Krempel“

Das Ave Maria in der Potsdamer Straße 75 ist eine Oase. Eine Oase der Ruhe. Kaum betritt man den Laden, hört man keine Autos mehr, keine Menschen, keine Fahrräder, nur noch leise sakrale Musik im Hintergrund. Es riecht nach Weihrauch. Um die 40 Sorten davon gibt es hier zu kaufen. Sie reihen sich ein in ein Sortiment aus sakralen Figuren, Postkarten, Büchern, T-Shirts, Aufklebern, Taufkerzen, Rosenkränzen, Medaillons, Kruzifixen und Postern. Das Ave Maria lässt das Herz jedes Katholiken und Sammlers mit Leidenschaft für christlichen Nippes höher schlagen.

Aber warum macht man mitten im atheistisch geprägten Berlin, hier an der Potsdamer Straße in Tiergarten-Süd, einen Laden mit katholischen Devotionalien auf? „Nur Gott weiß es!“, sagt Frau Schuster und schmunzelt.

Wir sitzen in ihrer Altbauwohnung, die wie eine Verlängerung des Ave Maria wirkt: Viele Bücher, dunkles Holz, ein Feuer knistert im Kamin. Ulrike Schuster sitzt auf einem Sitzkissen und nippt an ihrem Tee. Lediglich ein bisschen Lego auf dem Boden fällt aus dem Rahmen.

Weihrauch im Laden

Gemeinsam mit Dieter Funk, der auch die benachbarte Joseph-Roth-Diele betreibt, ist sie die Besitzerin des Ave Maria. Ursprünglich ist sie gelernte Lehrerin aus Schwaben, den Laden betrachtet sie eher als Hobby. „Leben kann man davon nicht“, sagt sie, es ist mit etwas Glück eine Plus-Minus-Null-Rechnung. So arbeiten auch alle Aushilfen im Laden auf ehrenamtlicher Basis.

Als sie das Ave Maria vor 16 Jahren hier eröffnete, wunderten sich nicht wenige Bekannte und Freunde über die Auswahl des Ortes. Die Potsdamer Straße sei doch ein Puff-Viertel, ein katholischer Laden wirke doch eher befremdlich und passe eher nach Zehlendorf oder Steglitz. „Viele Leute denken, Christentum sei etwas Bürgerliches“, erklärt Frau Schuster. Sie sieht das nicht so. Ihre Kunden danken es ihr.

Mit vielen von ihnen kommt sie im Laden auch ins Gespräch. Ihre Kundschaft kommt von überall her, erzählt sie, sogar aus weit entlegenen Ländern wie Ghana oder dem Kongo. Und so treffen auch die unterschiedlichsten Ausprägungen des Christentums in ihrem Laden aufeinander.

Ob sie auch oft Besuch von Muslimen bekommt, die auf den Laden neugierig sind? Schließlich bietet das Ave Maria auch viele Schriften zu dem Islam und anderen Religionen an, und das kulturell und ethnisch durchmischte Viertel ließe dies darüber hinaus vermuten.

Figuren im Ave Maria

Doch Frau Schuster verneint. „Muslime zählen eigentlich nicht zu unseren Kunden. Aleviten vielleicht noch. Doch Muslime haben wie auch strenggläubige Protestanten und Juden Angst vor den vielen Bildern“.

Die überbordende Visualität des Ladens steht in Kontrast zu dem propagierten Bilder-Verbot vieler Religionsausprägungen. Doch was ist mit den vielen Atheisten in Berlin? Ulrike Schuster nippt an ihrem Tee und überlegt kurz. „Nein. Ich glaube, so etwas wie richtigen Atheismus gibt es aber auch kaum noch.

Zu dem Hauptkundenstamm des Ave Maria gehören demnach – natürlich – Katholiken und auch viele Orthodoxe jeglicher Ausprägung. Montags gesellt sich ab und an dann noch eine ganz andere Klientel in den bunten Reigen der Einkäufer: Ausstatter, die Utensilien für Oper und Theater kaufen.

Nach einem Verkaufsschlager gefragt, schüttelt Frau Schuster mit dem Kopf. Die Wünsche der Kunden seien ganz unterschiedlich. „Mal kommt eine junge Frau und möchte eine Taufkerze kaufen, mal eine alte Dame, deren Mann schwer krank ist und die wissen möchte ob es etwas gibt das ihm helfen könnte.“

Viele Kunden sind auch einfach neugierig oder praktizieren eine Art ‚Patchwork-Glauben’, wie sie es schmunzelnd bezeichnet: Ein bisschen Buddhist, ein bisschen Hindu, ein bisschen Katholik. Auch viele junge Menschen hat sie schon im Laden begrüßt. „Einige kommen auch herein und möchten das Christentum erklärt haben“, sagt sie und lacht.

Kurz bevor ich mich verabschiede höre ich im Hintergrund noch die Wohnungstür. Herr Schuster tritt ins Wohnzimmer. „Hallo! Das ist Verena, eine Studentin, sie schreibt über den Laden“, stellt mich Ulrike Schuster vor. Ihr Mann rollt mit den Augen. „Wissen Sie, er hat mit Kirche und Glauben nicht so viel am Hut, ihm ist das mit dem Laden regelrecht peinlich“, erklärt sie lachend. „Aber er hat die Devise, lieber Katholizismus als dieser ganze Eso-Krempel!

Quelle: potseblog.de (mit Dank für die Überlassung des Artikels an Autorin Verena Schöbel)

 

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