RSS

Schlagwort-Archive: EKBO

Rückblick: 100 Jahre Kapelle auf dem Alten St. Matthäus-Kirchhof

Zum 100jährigen Bestehen der Kapelle auf dem Alten St. Matthäus-Kirchhof fand am 12. September 2009 ein Gottesdienst statt. Die Orgel spielte der Kirchenmusiker der Gemeinde, Christoph Claus. Lektor war der Leiter der Kirchhöfe der Gemeinde, Lutz Mertens. Die Liturgie der Andacht finden Sie hier.

Der Alte St. Matthäus-Kirchhof Berlin ist ein historischer Friedhof in Berlin mit vielen kulturhistorisch bedeutenden Grabmälern, die heute unter Denkmalschutz stehen. Der Kirchhof liegt zwischen der Großgörschenstraße und der Monumentenstraße im Ortsteil Schöneberg auf der sogenannten „Roten Insel“. Wie der 500 Meter östlich gelegene Kreuzberg fällt der Friedhof sanft zum Berliner Urstromtal mit dem Flusslauf der Spree ab, da er auf dem Nordabhang des Teltow angelegt ist. Obwohl Schöneberg auf dieser leichten Erhebung am Nordrand des Teltow lag, geht der Name wahrscheinlich nicht auf diesen „Berg“, sondern auf den ehemaligen Heimatort der ersten Siedler zurück.

Auf dem Friedhof an der Großgörschenstraße befinden sich heute über 50 Gräber prominenter Persönlichkeiten, die als Ehrengrabstätten anerkannt sind und für deren Pflege und Erhalt das Land Berlin sorgt. 1907/1908 ließ die Gemeinde einen „Zentralbau mit Kuppel in Barockmanier“ errichten, der von dem Architekten Gustav Werner entworfen und unter der Bauleitung von Baurat Carl Tesenwitz ausgeführt wurde.

Der Friedhof sollte im Rahmen der nationalsozialistischen Pläne für eine Welthauptstadt Germania aufgegeben werden. In den Jahren 1938 und 1939 wurden ein Drittel der Grabstätten im nördlichen Teil auf den Südwestkirchhof Stahnsdorf umgebettet. Um dem heutigen Besucher einen Eindruck vom Umfang der Veränderungen von 1938/1939 zu geben, wurde ein Gedenkstein am ehemaligen Standort des Erbbegräbnisses der Verlegerfamilie Langenscheidt aufgestellt. Dieses Mausoleum ist noch in Stahnsdorf erhalten. Es wurde jüngst restauriert.

Auf dem St. Matthäus-Kirchhof ist ein Gedenkstein für die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 um Claus Graf Schenk von Stauffenberg errichtet worden, die im Bendlerblock erschossen und an dieser Stelle begraben wurden. Wenig später wurden die Toten von der SS exhumiert, im Krematorium Wedding verbrannt und die Asche auf Rieselfeldern verstreut.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts übernahm der eingetragene Verein „Denk mal positHIV“ die Patenschaft für die ausgedehnte Grabstätte des Rentiers Albert Streichenberg, um einen Ort des Gedenkens und der Bestattung für Menschen mit HIV und AIDS in Berlin einzurichten. Das Marmorrelief eines „Genius“ stammt von Rudolf Pohle.

Im April 2008 wurde der „Garten der Sternenkinder“ eingeweiht, eine Ruhe- und Gedenkstätte für Fehlgeburten, Totgeburten und Babys die während oder kurze Zeit nach der Geburt gestorben sind.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 29. Dezember 2010 in Rückblick

 

Schlagwörter: , ,

Blick über den Tellerrand: Einführung der Berliner Schülerbischöfe.

Am 6. Dezember 2010 wurden in der Berliner St. Marienkirche vier Schülerbischöfe durch Generalsuperintendent Ralf Meister und Superintendent Bertold Höcker eingesegnet.

Vier Jungen und Mädchen von der Evangelischen Schule Berlin Zentrum sind von ihren Mitschülern zu geistlichen Würdenträgern auf Zeit gewählt worden. Generalsuperintendent Ralf Meister hat jedem der Schüler ein großes goldenes Bischofskreuz verliehen. Die Liturgie des Einführungsgottesdienstes finden Sie hier. Die Schülerbischöfe werden sich in ihrer Amtszeit vor allem mit dem Thema Bildungsarmut beschäftigen. Termine mit Bischof Markus Dröge und Walter Momper, Präsident des Berliner Abgeordneten Hauses und ehemaliger Regierenden Bürgermeister von Berlin, stehen bereits fest.

Den Blog der Schülerbischöfe finden Sie hier.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 6. Dezember 2010 in Blick über den Tellerrand

 

Schlagwörter: , ,

 
%d Bloggern gefällt das: