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Schlagwort-Archive: Gedenken

Rückblick: Stationen des Lebens von David Kato.

Aus dem Leben von David Gato:

David Kato war Grundschullehrer, ein öffentlich auftretendes Mitglied der Menschenrechtsorganisation Sexual Minorities Uganda. Seine Erwerbstätigkeit musste er wegen schwulenfeindlicher Drohungen aufgeben.

Die New York Times sieht in ihm den Gründer der ugandischen Schwulenbewegung.

Im Oktober 2009 hatte er erfolgreich gegen einen homophoben Gesetzentwurf Einspruch eingelegt. Homosexualität ist in Uganda wie in vielen anderen afrikanischen Ländern mit mehrjährigen Haftstrafen belegt. Der neue Gesetzentwurf sollte die Todesstrafe einführen und liegt nun auf Eis.

Er war unter etwa hundert Personen, deren Namen, Adressen und Fotos in einer Boulevardzeitung im Oktober 2010 unter der Überschrift „Hängt sie auf!“ veröffentlicht wurden. Sein Bild war eins von zweien auf der Titelseite.

David wurde am Mittwoch, in den frühen Morgenstunden des 26. Januar 2011, im Alter von 43 Jahren kurz nach einem erfolgreichen Gerichtsverfahren gegen die Zeitschrift „Rolling Stone“ von einem Eindringling in seinem eigenen Haus durch zwei Hammerschläge auf den Kopf schwer verletzt und starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Polizei vermutet einen Raub als Ursache für den Anschlag.

Für seine Freunde starb er als Märtyrer der Schwulenbewegung Afrikas.

Auf seiner Beerdigung am Freitag in seinem Heimatort kam es zum Eklat. Nach Berichten soll der anglikanische Pfarrer, der ihr vorstand, den anwesenden LGBT-Aktivisten den Tod gewünscht haben.

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Verfasst von - 30. Januar 2011 in Rückblick

 

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Rückblick: Gebet für David Kato vor der Botschaft von Uganda.

Die Rogate-Initiative und das Ökumenische Rogate-Kloster St. Michael zu Berlin feierten am Sonnabend, 29. Januar 2011, vor der Berliner Botschaft der Republik Ugandas, eine Andacht und gedachten des am Mittwoch erschlagenen Menschenrechtsaktivisten David Kato. Über 100 Anwesende aus verschiedenen Initiativen, aus Parteien und Kirchgemeinden gaben ihm die letzte Ehre.

Grußworte sprachen Pascal Kaun (SPD/Schwusos) und Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen). Der Erzbischof von Canterbury äußerte sich unterdessen in Dublin.

 
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Verfasst von - 29. Januar 2011 in Rückblick

 

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Presseschau: „Evangelischer Theologe hat zu NS-Zeiten zahlreichen Verfolgten zum Überleben verholfen“

Evangelischer Pressedienst

„An den langjährigen Pfarrer der Berliner Zwölf-Apostel-Gemeinde, Adolf Kurtz, der als Mitglied der Bekennenden Kirche zahlreichen Verfolgten zum Überleben verholfen hat, erinnert seit 14. März am Pfarrhaus der evangelischen Gemeinde eine Tafel. Die Einweihung erfolgte im Anschluss an einen Gedenk-Gottesdienst für den couragierten Theologen, dem durch sein Engagement für Verfolgte und Bedrängte selbst wiederholt Verhaftungen und Hausdurchsuchungen drohten.“

Die ganze Meldung finden Sie hier.

Die Tafel am Adolf-Kurtz-Haus in Berlin-Schöneberg:

Die Tafel:

 
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Verfasst von - 16. März 2010 in Presseschau

 

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Blick über den Tellerrand: Gedenkfeier für homosexuelle NS-Verfolgte am 18. April

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg veranstaltet am Sonntag, 18. April 2010, 14.oo Uhr, eine Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen. In diesem Jahr ist sie dem Friseur Walter Schwarze gewidmet. Schwarze, am 24. Dezember 1914 in Leipzig geboren, wird im Mai 1940 in der Gaststätte Burgkeller verhaftet, weil er sich über Hitler abfällig geäußert hat. Liebesbriefe seines Freundes werden bei einer Hausdurchsuchung gefunden und so seine Homosexualität der Polizei bekannt. Schwarze kommt Ende 1940 nach Sachsenhausen, wo er mit dem „Rosa Winkel“ gekennzeichnet und in die „Isolierung“ eingewiesen wird. Im April 1940 meldet er sich freiwillig für den Aufbau des KZ Groß-Rosen – so hofft er, den unerträglichen Zuständen in Sachsenhausen zu entkommen. Und wahrscheinlich rettet ihm die Überstellung nach Groß Rosen tatsächlich das Leben, denn im Sommer 1942 kommt es in Sachsenhausen zu einer Mordaktion an den homosexuellen Häftlingen. Am 23. April 1944 wird Schwarze in die Wehrmacht entlassen, danach gerät er in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung versucht Schwarze in der DDR ein heterosexuelles Leben zu führen – zwei Mal heiratet er, doch die Ehen gehen in die Brüche. Erst nach der Wende 1989/1990 bekennt er sich zu seiner Geschichte.

Die Gedenkfeier findet in der Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg am ehemaligen „Isolierungs-Block“ 11 statt, in den Walter Schwarze Ende 1940 eingewiesen wurde. Gegen 15.30 Uhr schließt sich eine zentrale Gedenkfeier für alle Opfer mit einer Kranzniederlegung an.
Weitere Informationen auf den Seiten von Rosa Winkel und der Gedenkstätte Sachsenhausen.

 

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13.12.2009: Ein Licht geht um die Welt – 2. Sonntag im Dezember – Gedenktag für verstorbene Kinder

Unter dem Motto Worldwide Candle Lighting zünden Menschen auf der ganzen Welt am 2. Sonntag im Dezember um 19 Uhr eine Kerze für Ihre verstorbenen Kinder,  Geschwister und Enkelkinder an und stellen diese Kerze ans Fenster.

Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen,  werden sie in der nächsten entzündet,  so dass ein Kerzenband die ganze Welt umringt. So soll sich,  durch die Zeitverschiebung,  ein leuchtendes Band um den Globus ziehen und an alle Kinder erinnern,  die viel zu früh sterben mussten. Der Grundgedanke hinter dieser Idee ist,  dass ihr Licht auf immer scheine.

Diese Lichter werden weltweit mit Gedenkfeiern oder Gottesdiensten begleitet: Bereits um 14.30 Uhr findet am Sonntag, 13.12.2009, eine Gedenkfeier für verstorbene Kinder in der Kapelle auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof, Großgörschenstraße 12-14, 10829 Berlin-Schöneberg, U /S Yorckstr. statt.

Yvonne Zimmerer
– Öffentlichkeitsarbeit –
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Ev. Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde
– Kirchhofsverwaltung –
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin

Tel.: +49 – 30 – 781 18 50
Fax: +49 – 30 – 788 34 35

Die Liturgie vom Festgottesdienst zum 100-jährigen Bestehen der Kapelle am 12. September 2009 auf dem Alten St. Matthäus-Friedhof finden Sie hier.

 
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Verfasst von - 8. Dezember 2009 in Termine

 

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