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Termin: Rogate-Kloster wird am 29. September ein Jahr alt.

23 Sep

Klaus Wowereit: Schon wichtige Zeichen gesetzt.

Zum ersten Jahrestag der Gründung übermittle ich allen Freunden und Aktiven des Ökumenischen Rogate-Klosters herzliche Grüße.

Diese junge klösterliche Gemeinschaft mag noch ein zartes Pflänzchen sein. In der kurzen Zeit ihres Bestehens hat sie jedoch schon wichtige Zeichen gesetzt. So bietet die Initiative den Menschen unterschiedlicher Konfessionen einen gemeinsamen spirituellen Ort der Ruhe und der Meditation. Gleichzeitig ermutigt sie zum Engagement für das friedliche und respektvolle Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Lebensweise in der Hauptstadt Berlin und darüber hinaus zum Einsatz für die Menschenrechte auch in anderen Regionen der Welt. Gerade in Zeiten, in denen häufig mehr das Trennende statt das Gemeinsame betont wird, ist solches Engagement besonders wertvoll.

In diesem Sinne wünsche ich dem Rogate-Kloster auch für die Zukunft alles Gute.

Klaus Wowereit
Regierender Bürgermeister von Berlin

Grußwort des Regierenden Bürgermeisters zum Jahrestag der Rogate-Klostergründung am 29. September 2011

Jürgen Werth: „Auf dass sie alle eins seien…“

Eine neue Filiale des Himmels mitten in Berlin! Herzlichen Glückwunsch! Euch! Und uns! Auch die Evangelische Allianz ist der Einheit in Christus verpflichtet. Weil Jesus dafür betet. „Auf dass sie alle eins seien …! Mehr Nähe zueinander entsteht beinahe von selbst durch mehr Nähe zu unserem gemeinsamen Herrn. Das ist wie bei konzentrischen Kreisen: Je näher wir der Mitte sind, desto näher kommen wir auch einander.

Ich wünsche Euch von Herzen immer neu Gottes guten Geist! Den Geist der aus vielen Einzelnen eine Gemeinschaft macht.

Jürgen Werth
Vorsitzender von ERF Medien
Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz

Dagmar Reim: Den Geist der Gemeinschaft und Nächstenliebe in der Stadt gesät.

Liebe Brüder des Rogate-Ordens,
liebe Mitglieder der Rogate-Gemeinschaft,
liebe Freunde und Unterstützer der Rogate-Initiative,

„wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“, so klingen im Lied die Worte des Evangelisten Matthäus, „da bin ich mitten unter ihnen“. Seit nunmehr einem Jahr hat Berlin einen weiteren Ort des christlichen Miteinanders – das Rogate-Kloster.

Dieses Kloster ist kein „verschlossener Ort“ wie es die Wurzel des Wortes, lateinisch „claustrum“, vermuten lässt. Im Gegenteil: Mitten in der Stadt findet sich die Gemeinschaft zusammen an ganz unterschiedlichen Orten im Gebet. Katholiken und Protestanten, Fromme und Fragende, Frauen und Männer, Kirchennahe und –ferne. In der Vielfalt liegt die Kraft. Ihre Gemeinschaft ermöglicht einen Austausch, der Räume öffnet, Brücken schlägt und Widersprüche aushält.

In Radio, Fernsehen und unseren Online-Angeboten berichtet der Rundfunk Berlin-Brandenburg täglich über die Vielfalt der Metropole. Über ihren Reichtum, die Reibungen, die entstehen, die Herausforderungen, die ihr entspringen. Ausgerechnet in Berlin, einem Ort der christlichen Diaspora, leben Angehörige von über 100 Religionsgemeinschaften miteinander. Die weltoffene Stadt braucht Menschen, die integrieren und den Dialog zwischen den Religionen vorantreiben.

Im Sinne der historischen Wurzeln seines Namens hat das Kloster den Geist der Gemeinschaft und Nächstenliebe hier in der Stadt gesät. Ich wünsche Ihnen, dass die spirituellen Impulse auf fruchtbaren Boden fallen. Fahren Sie eine gute Ernte ein, in diesem Herbst und in vielen folgenden.

Dagmar Reim, Intendantin Rundfunk Berlin-Brandenburg, in einem Grußwort zum einjährigen Bestehen des Rogate-Klosters.

Die Christen der Welt sind seit Jahrhunderten und Jahrtausenden durch unterschiedliche Konfessionen und Institutionen getrennt, so daß oft nicht das Gemeinsame in der Vielfalt erkennbar ist, sondern das Trennende im Vordergrund steht.

Um so mehr freut es mich als Christ und Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, daß es seit dem Jahr 2010 eine neue Initiative gibt, die Unterschiedlichkeit zusammenzuführen und ein christliches Zeichen der Gemeinsamkeit in die Stadt und Welt zu senden: Das Ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin.

Das Rogate-Kloster soll ein Ort der Hoffnung sein, in dem ohne Trennung gebetet und heilige Eucharistie gefeiert werden kann. Dabei sollen die bestehenden Kirchenordnungen geachtet und die Taizé-Abendmahls-Praxis als Lösung angestrebt werden, die die Eucharistie getrennt vorsieht.

Auch wenn jetzt die katholische und evangelische Konfession im Vordergrund stehen, hoffe ich, daß dies auch auf die anderen christlichen Kirchen ausstrahlt, die in den vergangenen Jahren in der Stadt und im Bezirk Platz gefunden haben durch Menschen, die aus allen Regionen der Welt zugewandert sind und hier ihre Heimat gefunden haben.

Ich wünsche dem Rogate-Kloster und der unterstützenden Initiative viel Erfolg und stetes Wachstum. Ich erhoffe mir nicht nur einen neuen geistlich-spirituellen Ort der Ökumene, sondern auch ein gemeinsames diakonisches Wirken für die Stadt.

Ihr Dr. Christian Hanke
Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte

Das Grußwort des Bezirksbürgermeisters finden Sie hier.

Bertold Höcker: „Die liturgische Bewegung findet hier einen verlässlichen Raum.“

„Seit rund drei Jahren sammelt die Rogate-Initiative Menschen zu ökumenischen Gottesdiensten, die über die Bezirksgrenzen hinaus Bekanntheit und Zuspruch finden. Die „Berliner Politikerkanzel“ und die vielen Andachten zu Liedern aus dem reichen Schatz der christlichen Dichtung sind dafür Beispiele. Rogate lädt zum Beten ein und erinnert daran, dass Glaube von Gott geschenkt und geleitet wird.Die aus der Initiative hervorgegangene Gründung des Ökumenischen Rogate-Klosters St. Michaelis am Michaelistag 2010 ist eine Chance und schon jetzt ein Gewinn für die Berliner Kirche. Rogate hat sich für das Kloster viel vorgenommen: Ein offener Ort des Gottesdienstes und der täglichen Anbetung, ein Ort des Glaubens und des Lebens in verbindlicher Gemeinschaft, eine Stätte der altkirchlichen und monastischen Tradition, der Mission und der Offenheit für die Fragen nach Gott und seiner Gegenwart. Im Mittelpunkt der Gemeinschaft steht die Feier der evangelischen Messe in katholischer und apostolischer Tradition. Die liturgische Bewegung findet hier einen verlässlichen Raum zur Entfaltung ihrer Spiritualität und Gottesdienstkultur.

Rogate ist eine eigenständige Initiative von Christen und Kirchenfernen. Ihr Selbstverständnis, Teil der evangelischen Kirche zu sein und innerhalb, mit ihr und für sie zu arbeiten, unterstütze ich. Das Kloster und sein Konvent sind uns im Kirchenkreis Stadtmitte sehr willkommen. Wir hoffen, dass mit Hilfe einer Kirchengemeinde eine Ansiedelung hier gelingen kann. Ich werde das Anliegen des Rogate-Klosters mit Gebet und Engagement unterstützen.“

Dr. Bertold Höcker ist Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Berlin-Mitte. Aus dem Grußwort für das Rogate-Kloster.

Sigmund Ehrmann: Einsatz für eine tolerantere Kirche.

Seit bald einem Jahr bereichert das Rogate-Kloster Sankt Michael die ökumenische Landschaft Berlins. Damals wurde es gegründet von Menschen unterschiedlicher Bekenntnisse und mit unterschiedlicher Nähe zum Glauben. Sie wollten nicht das Trennende in den Vordergrund stellen, sondern das, was sie verbindet: den Wunsch, Gemeinschaft und Nächstenliebe zu leben und so zu einer menschenfreundlicheren Gesellschaft beizutragen.

Sie sind mit dem Ziel angetreten, sich gemeinsam für ihren Kiez und die Menschen in Berlin zu engagieren, z.B. indem sie soziale Maßnahmen und Bildungsprojekte initiieren. Die Vielfalt ihrer Konfessionen und persönlichen Hintergründe nehmen sie als Reichtum wahr. Ein Grundpfeiler ihrer Gemeinschaft ist deshalb die Toleranz – ein Wert, für den sie sich auch öffentlich einsetzen.

Auf den ersten Blick scheint es ungewöhnlich, in der heutigen Zeit in einer Stadt wie Berlin ein Kloster zu gründen. Doch gerade in einer schnelllebigen Metropole gibt ein Ort verbindlicher Gemeinschaft wichtige Impulse. Aus den gemeinsamen Gebeten und Andachten schöpft die Gemeinschaft Kraft und kann dadurch auch Anregungen an die Berliner Gemeinden geben.

Viele gute Ideen und Vorsätze standen am Anfang des Rogate-Klosters Sankt Michael. Im vergangenen Jahr wurden schon viele davon umgesetzt. Gegen Hunger und Armut organisiert die Gemeinschaft z.B. in Zusammenarbeit mit der Zwölf-Apostel-Gemeinde eine Suppenküche für Menschen mit geringem Einkommen. Die Feier einer Vesper anlässlich der Eröffnung des lesbisch-schwulen Stadtfestes – trotz der massiven Anfeindungen aus einigen evangelikalen Lagern – zeigt, dass die Rogate-Gemeinschaft es mit dem Einsatz für eine tolerantere Gesellschaft und auch eine tolerantere Kirche ernst meint.

Nach diesem erfolgreichen Jahr hat das Rogate-Kloster sich für die Zukunft einiges vorgenommen. Die Gemeinschaft will ein eigenes Gebäude mit Gottesdienst- und Wohnmöglichkeiten anschaffen. Ein geeignetes Objekt und die finanziellen Mittel müssen gefunden werden. Auch die Zusammenarbeit mit der EKBO und dem Erzbistum Berlin soll enger werden. Für die kommenden Projekte wünsche ich der Rogate-Gemeinschaft viel Erfolg, Durchhaltevermögen und Begeisterung und hoffe, dass es ihr weiterhin gelingt, Brücken zu bauen – zwischen den Konfessionen und vor allem zwischen den Menschen.

Siegmund Ehrmann, MdB, Beauftragter für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion, in einen Grußwort zum einjährigen Bestehen des Rogate-Klosters St. Michael zu Berlin.

Christoph Meyer: Konsequenz beim Thema Vielfalt und Toleranz und gelebte Exegese.

Liebe Brüder des Rogate-Ordens,
liebe Mitglieder der Rogate-Gemeinschaft,
liebe Freunde und Unterstützer der Rogate-Initiative!

Am 29. September 2010 hat Berlin durch Ihre gemeinschaftliche Initiative eine geistliche und soziale Bereicherung erfahren, auf die Sie als Gründer und Träger und wir Berliner insgesamt stolz sein können!
Lassen Sie mich Ihnen offen gestehen, was in mir an vorderster Stelle eine tiefe Sympathie für Ihre Gemeinschaft erweckt: Es ist Ihre Konsequenz beim Thema Vielfalt und Toleranz und Ihre gelebte Exegese dessen, was für Martin Luther die einzige Quelle des Glaubens war, die heilige Schrift („sola scriptura“).
Denn das zentrale Motiv dieser Schrift, der zentrale Wert des Christentums zieht sich als roter Faden und Rückgrat durch das neue Testament. Das neue Testament identifiziert ihn als die Lösung schlechthin für die Probleme des einzelnen wie auch der Gemeinschaft, als die perfekte Antwort auf die Unbilden und bisweilen die schmerzliche Absurdität des Lebens, als die einzige Rettung. Er ist die Quelle von Freude, sozialer Heimat, von Identifikation, Identität und von Verantwortung für sich und den Nächsten. Dieser zentrale christliche Wert ist: Liebe.

Nun habe ich es schon früher nie verstanden, wie manche – auch kirchliche Institutionen – die gelebte Liebe zwischen zwei Menschen einteilen konnten in eine „gute“ Form, diejenige zwischen Mann und Frau und eine „schlechte“ Form, diejenige zwischen zwei Menschen gleichen Geschlechts. Ich hörte dann bisweilen staunend, dass in der Liebe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Partnern ein erotisch motiviertes Begehren (Cupiditas) überwiege, während zwischen Mann und Frau eine platonisch-hochachtende Nächstenliebe (Caritas) angenommen wurde. Was diese Anteile mit dem Geschlecht der Liebenden zu tun haben, verstand ich damals wie heute nicht.

Die gelebte Liebe zweier Menschen bedeutet vor allem die gegenseitige Übernahme von Verantwortung füreinander. Darin liegt für mich als Liberaler ihr unschätzbarer Wert. Die Entscheidung, die Initiative des Einzelnen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, ist die existentielle Basis einer jeden Gemeinschaft. Sie ist immer gut und völlig unabhängig von Geschlecht, äußeren Faktoren oder körperlichen Merkmalen der Beteiligten.
Sie machen als christliche Gemeinschaft keinen Unterschied zwischen „guter“ und „schlechter“ Liebe. Diese Akzeptanz der Vielfalt und die Achtung der Liebe in ihren Formen leben Sie und fördern Sie. Damit sind Sie eine Bereicherung unserer Stadt, von deren Sorte wir weiß Gott mehr gebrauchen können und dafür danke ich Ihnen!

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne ein frohes Jubiläum, stetiges Wachstum und die Kraft, in einem geduldigen Dialog untereinander, mit Bürgern, Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften, mit Politik und Gesellschaft die Freiheit der Gedanken, die Freiheit der Gefühle und dort, wo es Not tut, auch das Freiwerden zum Lieben weiterhin zu fördern!

Christoph Meyer
FDP-Fraktionsvorsitzender im
Abgeordnetenhaus von Berlin

Klaus Lederer: Berlin ist die Stadt der Widersprüche.

„Wir verstehen die Vielfalt unserer Gaben und Talente als Gewinn“, ist genauso Teil Ihres Selbstverständnisses wie der Wunsch, sich nicht gegenüber anderen abzugrenzen und im Glauben zu wachsen. Berlin ist die Stadt der Vielfalt – der Vielfalt der Herkunft, der religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen, der sexuellen Orientierungen. Berlin ist die Stadt der Widersprüche und die Stadt, die fähig ist, mit diesen Widersprüchen nicht nur zu leben, sondern sie – bei allen Problemen, die wir haben – produktiv zu wenden. Ich wünsche Ihnen, dass sie als ökumenisches Kloster diese Vielfalt annehmen können und ein lebendiger Teil unseres vielfältigen Berlins werden.

Grußwort von Dr. Klaus Lederer, MdA, Landesvorsitzender DIE LINKE. Berlin zum 1. Jahrestag der Gründung des Ökumenischen Rogate-Klosters St. Michael zu Berlin.

Hans-Jörg Voigt: „Klösterliches Leben in ökumenischer Verbundenheit in Berlin zu beginnen, das ist eine gute Nachricht.“

„Über Ihre Nachricht habe ich mich sehr gefreut. Klösterliches Leben in ökumenischer Verbundenheit in Berlin zu beginnen, das ist eine gute Nachricht. Gern werde ich Ihre Bemühungen weiter mit Interesse und vor allem in meinem Gebet begleiten. Seien Sie der Güte Gottes befohlen!“

Bischof Hans-Jörg Voigt, Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)

Aus dem Grußwort zur Gründung des Ökumenischen Rogate-Klosters St. Michael zu Berlin.

Ein Grußwort aus Taizé:

„Wir Brüder freuen uns aber nicht nur auf das Jahresende, sondern ganz besonders auf die Vorbereitung des Treffens. Dabei hoffen wir die Kirche in Berlin in ihrer großen Vielfalt näher kennenzulernen, auch das das neu beginnende monastische Leben. Es ist sicher wichtig, dass das Rogate-Kloster sich nicht auf Taizé beruft, sondern einen eigenen Weg findet. Sicher treffen wir uns auch während der Vorbereitungszeit im Herbst.
Zum bevorstehenden Pfingstfest schicke ich Ihnen dieses Gebet von frère Roger:

Jesus, unser Friede, was du auf der Erde für die Deinen warst, bist du durch den Heiligen Geist ebenso für uns heute. In deinem Evangelium versicherst du uns: Ich werde euch niemals allein lassen, ich werde euch den Heiligen Geist senden, er wird Stärkung und Trost sein, er wird immer bei euch bleiben.

Herzliche Grüße!

frère Georg“

Aus dem Grußwort aus Taizé.

Franz Maria Schwarz: „Ein Hoffnungszeichen, dass Gott am Werke ist.“

„Zu der Generation gehöre ich, die im Kindergarten noch gesungen hat: „Berlin wird wieder aufgebaut und alle sind dabei.“ In aller Bescheidenheit bin ich im Herzen bis heute dabei auch geistliche Aufbauarbeit mit zugestalten. Schon der aufrechte Wille und das Vorhaben „klösterliches Leben in ökumenischer Verbundenheit in Berlin“  zu beginnen, ist ein Hoffnungszeichen, dass Gott am Werke ist. Die „ Geburtswehen“ solch einen Schritt zu wagen, haben wir miterleben und begleiten dürfen.

Wir wünschen nicht als Besserwisser, sondern als Brüder des Konventes von Sankt Wigberti in Werningshausen/Thüringen Euch/Ihnen den Geist der Besonnenheit und der Freude, der Seelenstärke und die Kraft christlicher Versöhnung, die Geduld des Bauern bis zur Einbringung der Ernte und natürlich die Weitsicht auf  den kommenden Herrn. Lasst es uns wagen, „so lange Tag ist“ zum Segen und Heil aller, die wir auf der Suche sind. „Er wird´s wohl machen!“

In Christus verbunden und geeint Euer P. Franz Maria

Grußwort von Pater Franz Maria Schwarz OSW, Apostolischer Vorsteher des ökumenischen Benediktinerklosters St. Wigbert in Werningshausen.

Klaus Schlapps: „Orte in denen ohne Trennung gebetet und Eucharistie gefeiert werden kann.“

„Die Welt braucht geistige Zentren die die Liebe eines barmherzigen Gottes in die Welt hinaus und in die Herzen hineintragen. Orte in denen ohne Trennung gebetet und Eucharistie gefeiert werden kann. Orte in den man im Schweigen auf den Atem Gottes hören kann. Diese Orte brauchen wir. Deswegen beten wir und unterstützen wir diese Initiative von ganzem Herzen.“

Abt Klaus Schlapps OPR, Abtei St. Severin

Grußwort vom 29.9.2010 zur Gründung der Initiative für das Ökumenische Rogate-Kloster St. Michael zu Berlin

Volker Beck: Nächstenliebe und Respekt gelten für alle Menschen.

„Mit einander reden und lachen, freundlich und offen.“ – so will das Rogate-Kloster sich präsentieren. Das miteinander Reden praktiziert Ihr, indem ihr Euch den ökumenischen Auftrag gebt, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen unterschiedlicher christlicher Konfession gemeinsam beten und leben können. Offenheit beweist Ihr, indem Ihr Themen angeht, die nicht immer auf der Tagesordnung der großen Konfessionen stehen. Mit der Vesper zur Eröffnung des schwulesbischen Stadtfestes macht ihr deutlich: Nächstenliebe und Respekt gelten für alle Menschen. Das Ziel, die christlichen Kirchen zu einem Ort für alle — auch für Schwule und Lesben – zu machen, teile ich. Zu Eurem Mut und Euerm Engagement gratuliere ich und wünsche Euch viel Erfolg!

Volker Beck

Erster Parlamentarischer Geschäftsführer
Menschenrechtspolitischer Sprecher
der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Monika Thamm: Helfend und aufbauend eingreifen.

Sehr geehrter Ehrwürdiger Bruder Franziskus,

ich begrüße es sehr, dass sich eine christliche Gemeinschaft im Schöneberger Norden sozial engagiert. Dieser Bezirksteil leidet unter etlichen sozialen Problemen: Straßenprostitution, hoher Anteil von Hartz-IV-Familien, Kinderarmut, Probleme im Zusammenhang mit hohem Emigrantenanteil in der Bevölkerung usw.

Daraus erwachsen Spannungen zwischen den Menschen. Einhergehend mit den Problemen ist aber auch ein Verlust der Werteorientierung  zu verzeichnen: Ob es sich nun um die sog. bürgerlichen Tugenden handelt oder schlicht um die gegenseitige Achtung von Mensch zu Mensch dreht – Armut, sozialer Abstieg, schlechte Zukunftsaussichten verbinden sich oft mit dem Verlust von Selbstwertgefühl und das wiederum ist oft die Wurzel von mangelnder Verankerung in unserer Gesellschaft und fehlendem Verantwortungsgefühl für sich selbst und/oder Andere.

Eine Einrichtung wie die Ihre kann hier helfend und aufbauend eingreifen – sei es durch menschliche Nähe, praktische soziale Hilfe und Unterstützung.

Ihre Arbeit verdient Respekt und Anerkennung durch Politik und Gesellschaft.

Monika Thamm, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, in einem Grußwort zum einjährigen Bestehen des Rogate-Klosters am 29. September und zum zweijährigen Gründungstag der Rogate-Initiative e.V. am 9. September.

Thomas Birk: Aktivitäten folgen christlichen Ansatz.

Liebe Gemeinschaft des Rogate-Klosters, lieber Frater Franziskus,

zum doppelten Jubiläum meine herzlichsten Glückwünsche! Es tut gut zu wissen, dass es Christen gibt, die sich ausdrücklich gegen Homophobie engagieren und für die Akzeptanz sexueller Vielfalt werben – und das im Zeichen der Ökumene.

Eure vielfältigen Aktivitäten gegen soziale Kälte und Intoleranz folgen einem wahrhaft christlichen Ansatz! Leider haben wir noch einen weiten Weg vor uns, bis die Erkenntnis, dass gleichgeschlechtliche Liebe Respekt und Anerkennung verdient, auch von katholischen Würdenträgern geteilt wird. Als Atheist aus kirchlichem Elternhaus freut es mich, wenn christlicher Glaube einmal so anders gelebt wird. Ihr seid damit eine Bereicherung für Berlin, für den Schöneberger Norden aber auch für die queere Community.

Ich wünsche dem Rogate-Kloster ein langes Leben, bald ein schönes Zuhause und viel Erfolg beim Wirken nach innen und außen!

Thomas Birk, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Bündnis 90/Die Grünen zum 1. Jahrestag der Gründung des Ökumenischen Rogate-Klosters St. Michael zu Berlin.

Schwusos Berlin: Rogate ist ein wichtiger Bündnispartner in dieser Stadt.

„An dieser Stelle möchten wir allen Mitgliedern und Aktiven der Rogate-Initiative für ihr Engagement danken und zum ersten Jahrestag von Herzen alles Liebe und Gute und für die Zukunft viel Kraft und Ausdauer wünschen.

Wir möchten Euch ermutigen, weiterhin für Eure Arbeit zu kämpfen. Denn Toleranz, Respekt und Anerkennung von Vielfalt sind Werte, auf die es ankommt und für die es sich weiter zu kämpfen lohnt.

Wir freuen uns weiter auf die bereits mehrfach erprobte gute Zusammenarbeit mit Frater Franziskus und dem Kloster-Konvent. Rogate ist ein wichtiger Bündnispartner in dieser Stadt, um eine Welt in Vielfalt und mit der Akzeptanz gleichgeschlechtlich Lebensformen zu erreichen.“

André Rostalski
Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Schwusos in der Berliner SPD,
Pascal Kaun, Stellvertretender Landesvorsitzender.

 
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Verfasst von - 23. September 2011 in Aktuelles, Sonstiges

 

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