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Blick über den Tellerrand: „Sächsische Gemeinden gedenken bedrängten und verfolgten Christen“

25 Feb

Am kommenden Sonntag Reminiszere, 28. Februar, wird in den Gottesdiensten der sächsischen Kirchgemeinden in der Fürbitte besonders an bedrängte und verfolgte Christen gedacht. Auf Initiative der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sollte dem Gedenken und der Fürbitte ein fester Platz im Kirchenjahr gegeben werden, der nun zum ersten Mal für den Sonntag Reminiszere angesetzt wurde.

Landesbischof Jochen Bohl erinnert im Vorfeld erneut an die im Jemen entführte fünfköpfige Familie aus Sachsen „derer wir in der weiterhin unklaren und für die Angehörigen schmerzliche Situation im Gebet gedenken“. Es sei leider in den letzten zehn Jahren zu beobachten, dass sich in vielen islamisch geführten Ländern die Lage der dortigen Christen verschlechtert habe. „Das ist mit großer Sorge zu sehen“, sagte Bohl.

Die vorgeschlagene Fürbitte am Sonntag stellt beispielsweise die Situation von Christen im Irak in den Mittelpunkt. Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Situation leiden neben anderen religiösen Minderheiten auch die historisch gewachsenen christlichen Kirchen an der instabilen Lage im Lande und an den eingeschränkten Möglichkeiten, ihr Recht auf Religionsfreiheit auszuüben. Schätzungen zufolge hat sich in den letzten Jahren die Zahl von 1,2 Millionen Menschen christlichen Bekenntnisses im Irak halbiert. Viele haben Haus und Existenzgrundlage verloren und sind vor kriminellen und terroristischen Angriffen in die Nachbarländer Syrien und Jordanien geflohen.

Der Generalsekretär des in Leipzig ansässigen Gustav-Adolf-Werks (GAW), Enno Haaks, begrüßt den Aufruf der EKD zur Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen. So habe angesichts der zunehmenden Verfolgung von Christen in verschiedenen Ländern das GAW für dieses Jahr erstmalig einen Sonderfonds in Höhe von 15.000 Euro eingerichtet, aus dem bedrängte und verfolgte evangelische Gemeinden schnell und unbürokratisch unterstützt werden sollen.

Während das evangelische Diasporawerk in den 90er Jahren das Wachsen und Aufblühen evangelischer Gemeinden in den ehemals kommunistischen Staaten erlebte und unterstützte, beobachte es heute eine zunehmende Unterdrückung von Christen in mehrheitlich islamischen Ländern. Auch die Partnerkirchen des GAW in den früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien litten beispielsweise unter einer restriktiven Religionsgesetzgebung, die die gesetzlich vorgeschriebene Registrierung kleiner evangelischen Gemeinden verhindere, sie damit in den Untergrund dränge und angreifbar mache.

Quelle: Presseinformation der Landeskirche Sachsens

Die Meldung finden Sie hier.

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