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Ökumenische „Rogate-Initiative“ in Berlin gegründet – Schöneberger Verein will sich gegen Hassgewalt und für soziale Projekte engagieren

02 Okt
Den Vorstand von der Rogate-Initiative bilden Edmund Mangelsdorf (Vorstand), Waltraud Wendland (stellv. Vorsitzende) und Ulrich Reinfried (Schatzmeister)

Den Vorstand von der Rogate-Initiative bilden Edmund Mangelsdorf (Vorsitzender), Waltraud Wendland (stellv. Vorsitzende) und Ulrich Reinfried (Schatzmeister)

Berlin, 10.9.2009. Gegen die Auswirkungen der Armut und des Hungers in Schöneberg hat sich gestern die „Ökumenische Rogate-Initiative“ gegründet. So sollen soziale Initiativen entwickelt, nachhaltig finanziert und vernetzt werden. Zudem wollen die Akteure der zunehmenden Gewaltbereitschaft durch Maßnahmen gegen Homophobie und für den Opferschutz begegnen. Die Straßen um den Berliner Nollendorfplatz sind insbesondere durch offene Prostitution und Drogengebrauch geprägt. In jüngster Zeit kommt es verstärkt zu Übergriffen mit schweren Verletzungen gegen Trans-Frauen in der Frobenstraße.

Gegründet wurde der unabhängige Zusammenschluss von katholischen und evangelischen Christen sowie Kirchenfernen aus Berlin und Brandenburg. Die Basis-Gruppe will sich insbesondere für neue Gottesdienstformen engagieren, Laien stärker beteiligen, politische Themen aufgreifen und neue Zielgruppen ansprechen. So ist Neuauflage der „Politikerkanzel: Was mich treibt“ des Journalisten und studierten Theologen Miguel-Pascal Schaar geplant. Schaar ist kommissarischer Vereins-Geschäftsführer und hat den Zusammenschluss ins Leben gerufen. Er war Pressesprecher des Diakonischen Werkes der EKD und bis 2007 einer der Sprecher des Bundesfamilienministeriums.

In den Räumen der evangelischen Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde an der Kurfürstenstraße wird die Initiative mit einem Gaststatus beheimatet sein. Der Gemeindekirchenrat hat Anfang der Woche den Verein eingeladen, Aktivitäten innerhalb der Gemeinde zu entwickeln und sich intensiv mit einer eigenständigen und unabhängigen Gottesdienstarbeit zu engagieren. Die Zusammenarbeit mit bestehenden Institutionen vor Ort, wie dem schwulen Anti-Gewaltprojekt Maneo, ist bereits verabredet. Die Gewinnung von Fördermitgliedern wird eine erste Maßnahme des neuen Vereins sein, um erste Projekte starten und finanzieren zu können.

Der Vereinsname „Rogate“ ist der Name eines Sonntags in der Osterzeit. Er rührt von den Bittumgängen her, die in früheren Zeiten auf den Feldern für eine gute Ernte vollzogen wurden. Diese Bittumgänge begannen am Sonntag Rogate (= Betet!) und wurden in der damit beginnenden Woche fortgeführt.

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Verfasst von - 2. Oktober 2009 in Aktuelles

 

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